Die diesjährigen Rennkalender stellten für Tim Heinemann eine besondere Herausforderung dar. Innerhalb weniger Wochen standen die 24h-Rennen von Le Mans, Nürburgring und Spa auf dem Programm. Für den Ex-DTM-Piloten war es ein Highlight, bei zwei der renommiertesten Langstreckenrennen Europas am Start zu sein.
Sorgfältige Vorbereitung – wenig Ertrag
Heinemanns Vorbereitung war akribisch. „Da ich beide Rennen schon gefahren bin, wusste ich, was auf mich zukommt“, erklärt er. Intensive Simulator-Sessions und physisches Training sollten optimale Voraussetzungen schaffen. Am Nürburgring schien das Konzept zunächst aufzugehen: Das Team um den Falken Porsche war gut aufgestellt und lag in Reichweite des Podiums.
Doch nach starken ersten Stunden kam das Aus. Ein Schaden an der Antriebswelle beendete alle Hoffnungen auf ein Top-Ergebnis. „Das war besonders bitter, denn wir waren sehr gut vorbereitet und trotz Rückschlägen gut platziert“, so Heinemann. Die Enttäuschung war spürbar, der Teamgeist jedoch intakt: „Gerade in solchen Momenten wächst die Mannschaft zusammen.“
Ungewöhnliche Szenen am Ring
Trotz besten Wetters gab es eine Rennunterbrechung aufgrund eines Stromausfalls. Heinemann kommentiert: „Das hat sich im ersten Moment wie ein schlechter Scherz angefühlt.“ Das Unvorhersehbare bleibt Teil des Nürburgring-Mythos.
Rückschlag in Spa nach schwerem Unfall
Eine Woche später in Spa-Francorchamps erlebte Heinemann das nächste harte Rennen. Nach einem folgenschweren Unfall direkt vor ihm, bei dem ein McLaren und ein Porsche verwickelt waren, musste er mit seinem beschädigten Auto zur Reparatur an die Box. Das Team fiel weit zurück, zeigte jedoch weiterhin starkes Tempo. Weitere Zwischenfälle in der Nacht führten letztlich zum vorzeitigen Aus. „Natürlich war ich enttäuscht, aber das gehört zum Racing dazu“, bilanziert Heinemann nüchtern.
Blick nach vorn: Nürburgring und internationale Ziele
Heinemann richtet den Fokus nun auf die nächsten Rennen in der GT World Challenge und in der Nürburgring Langstrecken-Serie, erneut im Falken Porsche. „Für 2026 gibt es noch keine konkreten Pläne, aber mein Ziel ist es, weiter auf der Nordschleife und international anzugreifen“, betont er.

