Nürburgring – Auf den 21 Kilometern der Nordschleife wird die Sicherheit durch digitale Streckensicherung revolutioniert. Ab sofort können technische Defekte, Unfälle oder rutschige Strecken in Sekundenschnelle erkannt und entsprechende Warnungen aktiviert werden. Die Mitarbeiter der Streckensicherung haben das Geschehen jederzeit im Blick und können über neu installierte LED-Panels reagieren.
Die 100 x 80 Zentimeter großen Panels kommen zunächst bei Touristenfahrten sowie gewerblichen Nutzungen wie Trackdays oder Industrie-Testfahrten zum Einsatz. Sie warnen Fahrer in nahezu Echtzeit und das bereits hunderte Meter vor der Gefahrenstelle, um Folgeunfälle zu vermeiden.
„Quantensprung in der Sicherheit“
Ingo Böder, Geschäftsführer der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, beschreibt die Digitalisierung als „Quantensprung, den man gar nicht hoch genug einschätzen kann“. Bisher wurden Gefahrenstellen über Funk oder Notfalltelefon gemeldet, was nun der Vergangenheit angehört.
Sicherheitszentrale mit Überblick
Die neue Sicherheitszentrale an der Nordschleifen-Zufahrt ermöglicht das frühzeitige Erkennen von Gefahren sowie die zentrale Steuerung der Rettung und Warnung des Verkehrs. Bis zu drei Mitarbeiter überwachen die Bildschirme, unterstützt von künstlicher Intelligenz.

Die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG investiert insgesamt 11 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur, einschließlich Kameratechnik, LED-Panels und die Entwicklung einer künstlichen Intelligenz in Zusammenarbeit mit Fujitsu. Bis 2025 wird an der KI weitergearbeitet, um Warnsignale noch schneller zu aktivieren, während die Entscheidungshoheit stets bei den Mitarbeitern bleibt.
„Diese Digitalisierung ist eine der umfassendsten Baumaßnahmen in der bald 100-jährigen Historie unserer Rennstrecke“, so Ingo Böder. „Es ist ein gutes Gefühl, sie mit dieser Maßnahme in die Zukunft zu führen.“

