Die 24h auf dem Nürburgring sind ein einzigartiges Event, das eine Vielzahl von Fahrzeugen und Fahrern vereint. An der Spitze kämpfen leistungsstarke GT3-Fahrzeuge von Herstellern wie Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche um den Gesamtsieg. Gleichzeitig treten auch seriennahe Rennwagen an, die trotz geringerer Performance leidenschaftlich um Klassensiege kämpfen. Die Fahrer reichen von ambitionierten Amateuren bis zu erfahrenen Profis, die auf der 25,378 km langen Strecke alles geben.
Nico Menzel, ein erfahrener Nordschleifen-Pilot, betont: „Hier in der Eifel heißt es nicht, die Großen gegen die Kleinen, sondern die Großen mit den Kleinen.“ Er erinnert sich daran, wie er seine Karriere auf der Nordschleife begann, bevor er in einem Porsche 911 GT3 R antrat. „Jeder Fahrer, der schnell fährt, sollte auch einmal in einem kleineren Fahrzeug gesessen haben“, fügt er hinzu.
Für die Teilnahme am 24h-Rennen ist eine Nordschleifen-Lizenz (DMSB Permit Nordschleife) erforderlich, um die Sicherheit zu gewährleisten. Diese Lizenz gibt es in drei Stufen, wobei für das 24h-Rennen mindestens Stufe B notwendig ist. Für stärkere Klassen ist Stufe A erforderlich, die nur durch Einsätze in niedrigeren Klassen erworben werden kann.
„Das Verkehrsmanagement ist in einer kleineren Leistungsklasse eindeutig schwieriger“, erklärt Menzel. Die Qualifiers bieten eine wichtige Gelegenheit zur Vorbereitung, wie Thomas Preining (Manthey-Porsche 911 GT3 R) betont: „Wir müssen nicht nur das Auto testen, sondern auch das Überholen im Multi-Class-Verkehr üben.“
Zu den kleineren Fahrzeugen gehört der Dacia Logan von Ollis Garage (#318), der nach einem Unfall neu aufgebaut wurde und nun mit 280 PS in der Klasse SP3T startet. „Ich konnte sogar ein paar Fights führen“, berichtet Oliver Kriese. Ein weiteres Fahrzeug, der Opel Manta, wechselt in diesem Jahr ins Youngtimer-Rennen.
Menzel gibt einen wichtigen Tipp: „Oft hilft es, Schwung mitzunehmen und ein schnelleres Fahrzeug vorbeizulassen, um sich hintendran zu hängen.“ Audi-Pilot Ricardo Feller bestätigt, dass der Verkehr während der Qualifiers herausfordernd ist, aber alle Fahrer bis zum 24h-Rennen am 30. Mai bis 2. Juni die nötige Erfahrung sammeln werden.

