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Home ADAC RAVENOL 24h Nürburgring

Frikadelli Racing feiert ersten Sieg mit Ferrari 296 GT3 beim 24h-Rennen Nürburgring

David Pittard und Team setzen neuen Distanzrekord

Von Alexander Franz
21. Mai 2023
in ADAC RAVENOL 24h Nürburgring
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Der Ferrari 296 GT3 des Überraschungssiegerteams Frikadelli - Foto: Alexander Franz

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Nach 24 Stunden durch die „Grüne Hölle“ steuerte der Brite David Pittard den neuen Ferrari 296 GT3 der Lokalmatadoren als Erster über die Ziellinie. Gemeinsam mit Earl Bamber, Nick Catsburg und Felipe Fernandez Laser stellte er auch einen Distanzrekord auf: Noch nie hatte seit der Premiere des Rennens 1970 ein Siegerteam 162 Runden zurückgelegt. Nach 4.085,858 Kilometern hatte der Frikadelli-Ferrari 26,911 Sekunden Vorsprung vor dem Rowe-BMW #98. Der bisherige Rekord lag bei 159 Runden mit 4.035,102 Kilometern aus den Jahren 2014 und 2022. Überschattet wurde das Wochenende vom Tod eines Sportwarts, der am Sonntagvormittag während seines Einsatzes kollabiert war und trotz sofortiger ärztlicher Versorgung verstorben ist.

„Der Blutdruck ist jetzt im Moment vielleicht etwas hoch, aber natürlich geht es mir jetzt sehr gut. Heute Abend gibt es ein Kölsch“, sagte Frikadelli-Teameigner Klaus Abbelen im ersten Überschwang direkt nach dem Erfolg. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin einfach unglaublich stolz auf alle. Das ist mein erster richtig großer Erfolg. Sabine Schmitz hat uns vom Himmel aus geholfen.“

Für seine Teamkollegen Felipe Fernandez Laser, David Pittard und Earl Bamber war es ein bedeutender Sieg. Nick Catsburg feierte bereits seinen zweiten Sieg nach 2020, damals noch im Rowe-BMW. Im Rowe-BMW #98 holten Marco Wittmann und Sheldon van der Linde wie schon 2021 Platz zwei beim „Eifel-Marathon“. Sie wurden unterstützt von Maxime Martin und Dries Vanthoor, der 2022 noch in einem Audi triumphiert hatte. Das Siegerpodest vervollständigten Raffaele Marciello, Luca Stolz und Philip Ellis in der #4 aus dem Mercedes-AMG Team Bilstein.

Insgesamt verfolgten am Wochenende 235.000 Zuschauer den Langstrecken-Klassiker. Die 52. Auflage der 24h Nürburgring steigt vom 9. bis 12. Mai 2024.

Zweikampf seit Sonnenaufgang

Seit Sonnenaufgang hatten sich der Frikadelli-Ferrari und der Rowe-BMW durch den Boxenstopp-Unterschied von zwei Runden immer wieder an der Spitze abgewechselt. Bereinigt lag allerdings ein deutlicher Vorteil bei der Ferrari-Crew, die lediglich in der Anfangsphase ein wenig Zeit durch einen Reifenschaden verlor.

Die #98 war nach einem Ausritt im Top-Qualifying 1 nur von Startplatz 31 ins Rennen gegangen, arbeitete sich aber mit einem fehlerfreien Auftritt schnell in die Spitzengruppe vor. Den letzten Boxenstopp absolvierte der Frikadelli-Ferrari 61 Minuten vor Ablauf der 24 Stunden. 44 Minuten vor Schluss ging Dries Vanthoor mit knapp einer Minute Rückstand auf die Strecke, konnte jedoch nicht mehr entscheidend aufholen. „Letztlich können wir total zufrieden sein. Wir sind von Platz 31 gestartet und damit in der letzten Reihe unserer Startgruppe. Um ehrlich zu sein, hätten wir nie gedacht, dass wir so weit nach vorne kommen“, sagte Wittmann.

Bester Porsche im Endklassement war die #96 von Rutronik auf Rang fünf, bestplatziertes Modell aus Ingolstadt war der Land-Audi #39 als Sechster. Das Revival der drei ehemaligen DTM-Champions Mike Rockenfeller, Timo Scheider und Martin Tomczyk im Scherer-PHX-Audi #40 endete auf Platz zwölf.

Mapelli im Abt-Lamborghini der Mann der ersten Runden

Marco Mapelli schob sich im Abt-Lamborghini #27 beim Start zunächst von Platz drei auf Position zwei vor und überholte in der dritten Runde auch Marciello. Ein früher Reifenschaden warf das Team jedoch zurück, am Ende reichte es zu Rang neun.

Turbulente Nacht mit dem vorzeitigen Aus für mehrere Siegaspiranten

Bis zur Rennhalbzeit gab es einige sehenswerte Zweikämpfe, doch mit einbrechender Dunkelheit kam es zu mehreren Ausfällen. Die beiden Scherer-PHX-Audi #1 und #5 drehten sich synchron auf einer Ölspur von der Strecke. Der Rowe-BMW #99 schied nach einer Kollision beim Überrunden aus, während der Junior-BMW #72 wegen eines Aufhängungsschadens zurückgezogen wurde. Auch der „Grello“ – der Manthey-Porsche #911 hatte nach einem frühen Reifenschaden immer wieder Probleme.

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